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Botulinum (Botox)

Stirnfalten, Zornesfalten und Krähenfüße sowie Fältchen und Falten im seitlichen Augenbereich kommen von einer unbewussten Dauerspannung der mimischen Muskulatur. Die Injektion von Botulinum führt zur Entspannung der mimischen Muskulatur über eine Reduzierung der Aktivität der betroffenen Muskeln. Es kommt zur Glättung der Fältchen und Falten. Sie sehen nach kurzer Zeit deutlich frischer aus. Auch eine Verbesserung einer Migräne ist durch eine Botulinum-Behandlung möglich.

 

Botox Behandlung bei Migräne

Botox bzw. Botulinumtoxin A wird mittlerweile auch sehr erfolgreich bei chronischer Migräne eingesetzt.Die Injektion in bestimmte Hals- und Kopfmuskeln kann sehr gut dazu beitragen, Migräne-Anfällen vorzubeugen. Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten auch hierzu in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Botox Behandlung bei Hyperhidrose

Ferner eignet sich Botulinum hervorragend zur Behandlung bei übermässigem Schwitzen (Hyperhidrose). Wir wenden dieses Verfahren seit vielen Jahren erfolgreich an. Bereits nach wenigen Tagen setzt die Wirkung ein!

Botulinum wird mit einer sehr feinen Kanüle in die entsprechenden Muskeln gespritzt. Eine dauernde Spannung der Muskulatur wird damit sehr wirkungsvoll gelöst, was zur Straffung der Falten und Fältchen dort führt. Der Wirkungseintritt kommt ca. 3-5 Tage nach der Behandlung und dauert nach der primären Behandlung etwa sechs Monate an.

Die Wirkdauer kann sich bis zu einem Jahr bei wiederholten Anwendungen verlängern. So wird einer weiteren Vertiefung und Neubildung von Falten damit parallel vorgebeugt.

An der Injektionsstelle kann es nach der Behandlung zu einer leichten Schwellung und eventuell auch Rötung kommen, die meist am nächsten Tag verschwunden ist.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Botulinumtoxin

1. Was ist eigentlich Botox?

Botox ist der Handelsname des ersten Präparates mit Botulinumtoxin. Botulinumtoxin (BTX) selbst ist ein natürlich vorkommendes Bakterienprotein, das von Bakterien namens Clostridium botulinum gebildet wird. Seit Jahrzehnten wird BTX (man unterscheidet Typ A und Typ B) erfolgreich und sicher zur Behandlung verschiedener Nerven- und Muskelerkrankungen eingesetzt. In der ästhetischen Medizin kommt Botulinumtoxin Typ A (BTX-A) seit ca. 15 Jahren zur Anwendung. BTX hemmt dabei die Erregungsübertragung von der Nervenzelle zum Muskel, wodurch die Muskelaktivität für 3-6 Monate herabgesetzt wird und sich die Falten sanft glätten. Inzwischen gibt es die Zulasssung als Medikament zur Korrektur mimisch bedingter Falten bei mittlerweile mehreren vergleichbaren BTX-Präparaten auf dem Markt. Man spricht heutzutage nicht mehr vom „Gift“ oder „Toxin“, es hat sich im dermatologischen Sprachgebrauch der Begriff Botulinum eingebürgert.

2. Kann sich Botulinum negativ auf das Gesamtsystem des Organismus auswirken?

BTX-A wird seit über 30 Jahren und in relativ hohen Dosen zur Behandlung krankhafter Muskelverkrampfungen (Spasmen) eingesetzt. Aus diesen Erfahrungen weiß man, dass das Medikament keine langfristigen Nebenwirkungen hervorruft. Mikroskopische Untersuchungen konnten zeigen, dass nach Abklingen der Botulinumwirkung keine bleibenden Veränderungen an den Nerven oder Muskeln resultieren.

3. Welche Falten können behandelt werden?

BTX-A wirkt besonders gut bei Falten, die durch unbewusste Muskelanspannung entstehen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die sog. „Zornesfalte“. Der klassische Anwendungsbereich für BTX-A sind durch die Mimik bedingte Falten im Stirnbereich und um die Augen. Desweiteren gibt es auch Anwendungsbereiche um den Mundbereich zur Glättung kleinerer Fältchen. Die sichere Anwendung von BTX-A gehört aber immer in die Hand erfahrener Ärzte.

4. Wie läuft die Faltenglättung ab und wie oft, bzw. in welchem Abstand muss diese wiederholt werden?

Zunächst wird in einem gemeinsamen ausführlichen Gespräch miteinander festgelegt, was die Patientin oder der Patient behandelt haben möchte und inwieweit sich das mit BTX-A darstellen lässt. Es gibt ja auch noch andere Behandlungsmethoden zur Faltenglättung, die teilweise auch kombiniert zum Einsatz kommen. Doch zurück zum Thema: In Kenntnis der Anatomie und der Verläufe der entsprechenden mimischen Muskeln wird BTX-A mit einer dünnen Nadel exakt in die gewünschte Stelle injiziert. Dies führt zu einer Entspannung des entsprechenden Muskels und zu einer Glättung oder Minderung der mimischen Falten. Dieser Effekt hält zwischen 3-6 Monaten an. Danach kann erneut eine Behandlung durchgeführt werden.

5. Tut es weh?

Beim Einspritzen mit der sehr dünnen Nadel kann evtl. ein Nadelpieks zu spüren sein. Das Einspritzen von BTX-A selbst spürt man ebenfalls als kurzen kleinen Druck mit vielleicht etwas Brennen. Vor der Behandlung kann das entsprechende Areal aber wirksam mit einer Betäubungscreme vorbehandelt werden, so dass die Behandlung fast schmerzfrei durchgeführt werden kann. Generell ist das Verfahren aber als nicht wirklich schmerzhaft bezeichnen.

6. Wann nach der Behandlung ist man wieder "gesellschaftsfähig"?

Man ist sofort nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig, an der Einstichstelle kann es zu einer kurzzeitigen Rötung kommen, welche jedoch nach wenigen Minuten wieder abklingt. Selten kommt es zum Auftreten kleiner Blutergüsse, welche nach wenigen Tagen wieder vergehen und in dieser Zeit problemlos kosmetisch abgedeckt werden können.

7. Welche Komplikation kann bei einer Botulinumbehandlung auftreten?

Die Behandlung mit BTX-A gehört immer in die Hände erfahrener Ärzte! Langfristige unerwünschte Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Auch Vergiftungen durch versehentliche Injektionen gibt es nicht. Das Medikament hat eine grosse therapeutische Breite, d.h. kleinste Dosisänderungen bewirken im Gesamtorganismus so gut wie nichts. Jedoch sollten die Patienten über mögliche vorübergehende Nebenwirkungen in einem Aufklärungsgespräch korrekt aufgeklärt werden. Dazu gehören: Bluterguß, Hängen des Oberlides, Kopfschmerzen, Schwellung im Augenbereich, Sehstörungen, Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen und Überempfindlichkeit. Jedoch sind diese vorübergehenden Nebenwirkungen bei richtiger Injektion durch den erfahrenen Arzt sehr selten. Ein Wiedervorstellungstermin innerhalb der nächsten 14 Tage ist zu empfehlen, um das Behandlungsergebnis zu beurteilen.

8. Man liest immer wieder über Wanderung von Botox ins Gehirn...! Ist da etwas dran?

Es gab diesbezügliche lancierte Pressemeldungen, wo man in einem hochdosiert durchgeführten Mäuseversuch entsprechend hohe Konzentrationen messen konnte. Man hat aber mit einem Vielfachen einer normalen Dosis diesen Versuch gemacht! Auf den Menschen übertragen, müsste man das BTX-A sozusagen „literweise“ spritzen…

9. Können Gefühlsstörungen wie z.B. ein Taubheitsgefühl im behandelten Bereich auftreten?

Ein Taubheitsgefühl kurz nach der Injektion von BTX-A ist evtl. möglich, aber dann nur wenige Tage anhaltend. Ein Taubheitsgefühl in dem Sinne, dass es während der Botox-Wirkung von etwa einem halben Jahr anhält, gibt es nicht.

10. Was muss nach der Behandlung beachtet werden? Und was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn man sich nicht daran hält?

Direkt nach der Behandlung mit BTX-A ist die Kühlung der Region zu empfehlen. Reiben oder Massage an den behandelten Arealen sollte vermieden werden. Am Behandlungstag sollte der Patient sich schonen, insbesondere keinen Sport treiben und auf eine Kosmetikbehandlung und Lymphdrainage verzichten.

11. Kann nach der Behandlung eine allergische Reaktion auf Botulinum auftreten?

Bei der Herstellung von BTX-A wird hochgereinigtes Humanalbumin verwendet, das für die Verwendung von Humanarzneimitteln freigegeben wurde. Über die Möglichkeit einer allergischen Reaktion sollte der Patient aufgeklärt werden, jedoch sind diese äußerst selten.

12. Wie oft kann man die Behandlung nach Abklingen der Wirkung wiederholen?

Nach Abklingen der BTX-Wirkung kann diese selbstverständlich wiederholt werden, dieser Zeitpunkt sollte individuell mit dem behandelnden Arzt festgelegt werden. Der ideale Zeitpunkt ist kurz nach Wiedererlangen der entsprechenden Bewegung der Mimik. Aber in jedem Fall ist eine Verbesserung der Wirksamkeit nach mehrfacher BTX-A Anwendung bekannt.

13. Kann Botox bei wiederholter Anwendung unwirksam werden und wie lange hält es an, oder ändert sich etwas bei regelmäßiger Behandlung?

Bei der wiederholten Injektionsbehandlung mancher Nervenkranheiten werden sehr grosse Mengen von BTX gespritzt. Dabei kann es zur Bildung von blockierenden Antikörpern kommen, welche die Wirksamkeit von BTX behindern. Bei der Behandlung mimischer Falten arbeiten wir mit sehr geringen Dosen, somit ist dieses Phänomen eher unwahrscheinlich.

14. Wird Botolinum auch während einer Schwangerschaft/in der Stillzeit angewendet?

Nein, in der Schwangerschaft oder in Stillzeit sollte BTX-A nicht gespritzt werden, wie bei vielen anderen Medikamenten gibt es hierzu keine ausreichenden Erfahrungen.

15. Kann eine Botuinum-Behandlung auch bei Migräne und Kopfschmerzen helfen?

BTX-A kann auch erfolgreich zur Behandlung bei Migräne eingesetzt werden. Viele Patienten berichten kurz nach einer Behandlung über Besserung ihrer Beschwerden. Bei mehr als der Hälfte aller Patientinnen mit häufigen Attacken schaukeln sich Schmerzanfälle und Spannungskopfschmerz gegenseitig hoch. In solchen Fällen durchbricht Botulinum diesen Teufelskreis. Aber auch bei chronischen Nacken oder Rückenschmerzen kann BTX eingesetzt werden. Jedoch ist das nicht die Domäne von Dermatologen.

16. Es können auch Schmerzen mit Botulinum behandelt werden, um welche Art von Schmerzen handelt es sich hierbei?

Das stimmt, ist aber nicht die Domäne des Dermatologen. So kann man z.B. einen Kaumuskel so schwächen, dass das nächtliche Zähneknirschen und die damit verbundenen Schmerzen im Kiefergelenk verschwinden. Dies sollte aber der erfahrene Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg durchführen. Dies geht auch über die Intention einer ästhetisch-dermatologischen Behandlung hinaus.

17. Wann rät man von einer Behandlung mit Botulinum ab?

Botulinum sollte nicht gespritzt werden, wenn bestimmte Nerven- oder Muskelerkrankungen vorliegen, bei akuten Infektionen im Behandlungsgebiet, bei starker Blutungsneigung oder der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sowie bestimmten Antibiotika.

18. Wie fühlt es sich an, wenn man jahrelang bestimmte Mimiken einprägt (im wahrsten Sinne des Wortes) und plötzlich geht nichts mehr?

Erstaunlicherweise fehlt es einem nicht, wenn man plötzlich keine Zornesfalte mehr machen kann oder wenn sich beim Lachen um die Augen eben keine starken Falten mehr bilden…

19. Verwandelt Botulinum die Patientinnen nicht in maskengesichtige Zombis? Beste Beispiele sind Stars und Sternchen aus den USA – wurde hier zu viel gemacht, oder ist hier etwas falsch gemacht worden? Diese Schreckensbilder haben viele im Kopf. Könnte das der Grund dafür sein, dass gerade deswegen Panik herrscht?

Falsch platzierte oder überdosierte Injektionen von BTX-A zur Faltenbehandlung können tatsächlich zu einer unnatürlichen Mimik, einem „Maskengesicht“ führen. Aus diesem Grunde sollte die Behandlung mit Botulinum nur durch erfahrene Ärzte erfolgen. Die Injektion sollte unter genauester Kenntnis der Anatomie der Gesichtsmuskulatur individuell auf den Patienten abgestimmt sein. Somit ist gewährleistet, dass ein natürlich schönes Ergebnis erreicht wird. In den USA herrscht bezüglich ästhetischer Eingriffe aber ein anderes Schönheitsideal vor: man soll sehen, dass etwas gemacht wurde, im Gegensatz bei uns: man soll gut aussehen, aber keiner soll es wissen, dass nachgeholfen wurde!

20. Welche anderen medizinschinen Anwendungen gibt es noch für Botulinum? Gibt es tatsächlich Cremes mit Botoxinhaltsstoffen?

Die „Botox-Cremes“ enthalten nicht Botulinum, sondern den Wirkstoff Argireline. Dies ist ein Botox-ähnliches Protein, das ebenso wie Botox die Ausschleusung von Acetylcholin verhindert. Das Original Botulinum würde sich aus galenischen Gründen nicht in eine Creme einarbeiten lassen, da es hier zu einer Zerstörung der Substanz kommen würde. Die „Botox-Creme“ kann jedoch keine BTX-A Injektion ersetzen, aber ein Einsatzgebiet dieser Cremes sind z.B. kleine Knitterfältchen um die Augen. Gegebenenfalls können hier auch Ergebnisse von Botulinumtoxin-Injektion verlängert werden. Es können aber keine dynamischen Falten direkt behandelt werden, da hier ein Eindringen der Substanz bis zur Muskulatur nicht möglich ist.

21. Was weiß die Wissenschaft über die Langzeitnebenwirkungen?

Langfristige unerwünschte Nebenwirkungen von BTX-A sind nicht bekannt.
BTX-A wird seit über 30 Jahren und in relativ hohen Dosen zur Behandlung krankhafter Muskelverkrampfungen (Spasmen) eingesetzt. Aus diesen Erfahrungen weiß man, dass das Medikament keine langfristigen Nebenwirkungen hervorruft. Mikroskopische Untersuchungen konnten zeigen, dass nach Abklingen der Botulinumwirkung keine bleibenden Veränderungen an den Nerven oder Muskeln resultieren.

22. Mit welchen Kosten kann man bei der Behandlung rechnen?

Die Kosten der Behandlung belaufen sich bei uns je nach behandeltem Areal ab 300 Euro (z.B. für eine isolierte Glättung einer „zarten“ Zornesfalte) bis 450 Euro für ein komplettes Paket Stirn/Zornesfalte und Augen. Gerne wird dann so ein Paket kombiniert mit anderen Verfahren wie z.B. Hyaluronsäure für tiefere Falten, die nicht nur mimisch bedingt sind. Preislich spielt sich das in ähnlichem Rahmen ab.

23. Kann man dazu beitragen, die Wirkungszeit zu verlängern?

Nein, das kann man nicht beeinflussen. Der Wirkverlust bzw. das Wiedererlangen der Muskel-Bewegung hängt davon ab, wie schnell die Nervenendigung mikroskopisch wieder neu aussprosst. Das ist individuell verschieden und kann auch nicht vorhergesagt werden.

24. Wie wird das Medikament aus ärztlicher Sicht beurteilt?

Mit BTX-A steht ein hochwirksames Medikament zur Verfügung, welches eine effektive, sichere und sanfte Behandlung von Falten ermöglicht. In der Hand des erfahrenen Behandlers können nebenwirkungsarm sehr gute Ergebnisse erreicht werden. Zudem kann BTX-A mit einer Reihe weiterer moderner nichtinvasiver Methode der Faltenbehandlung, wie z.B. der Behandlung mit Hyaluronsäure kombiniert werden. Somit kann individuell für jeden Patienten das optimale Ergebnis erreicht werden.

25. Statements

Zum einen muss der Behandlungswunsch und die Machbarkeit der Behandlung zueinander passen. Unerfüllbare Wünsche führen bei dem Versuch, sie dennoch zu behandeln, zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten.

Zweitens haben wir unsere eigene Philosophie, zu behandeln: wir möchten ein schönes Gesicht akzentuieren und moderat verbessern. Hierzu stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die wir individuell aufeinander abstimmen. Das heisst, eine gute Behandlung sieht man nicht, sondern der Patient sieht einfach erholter und entspannter aus. Jemand, der sein Gesicht radikal umkrempeln möchte, ist bei uns sicher fehl am Platz.

Drittens macht es unheimlich Spass, die Patientin oder den Patienten zum Kontrolltermin zu sehen, und dessen Freude über das Behandlungsergebnis zu teilen! BTX A macht zwar nicht glücklich, aber man fühlt sich attraktiver und signifikant glücklicher, was zu einer positiven Wirkung auf das eigene Umfeld führt.