Dermatoskopie

FAQ zum Thema Dermatoskopie
  1. Die Dermatoskopie (Dermoscopy, Epilumineszenz-Mikroskopie, Auflichtmikroskopie) ist ein nichtinvasives sowie einfach durchzuführendes Untersuchungsverfahren, das insbesondere zur Früherkennung von bösartigen Hauttumoren (wie z.B. malignes Melanom) verwendet wird. Die Haut wird dabei mit einem handlichen Mikroskop unter Zuhilfenahme von Flüssigkeit (Immersionsöl, Ultraschallgel oder Desinfektionsspray) in die tieferen Hautschichten untersucht.
  2. Wozu braucht man die Dermatoskopie?
    Das wesentliche Einsatzgebiet der Dermatoskopie-Diagnostik ist das Erkennen initialer und damit beginnender Melanome sowie das Unterscheiden von melanozytären und nicht-melanozytären Pigment-Tumoren wie z.B. Basalzellkarzinom, Alterswarzen und allen anderen unklaren Veränderungen der Haut. Die Dermatoskopie wird ferner in der Beurteilbarkeit von Parasiten (z. B. bei Krätzmilben), Fremdkörpern sowie Hauteinblutungen eingesetzt.
  3. Wie funktioniert die Dermatoskopie?
    Auf die Haut auftreffendes Licht wird größtenteils von der mehrschichtigen Oberhaut (Epidermis) reflektiert (totale Reflexion). Durch das Aufbringen von Flüssigkeit wird diese Reflexion durch die Anhebung des Brechnungsindex auf 1,5 - 1,8 (Luft 1,0) vermindert, so dass man nun bei entsprechender (mikroskopischer) Vergrößerung bis maximal in die obere Lederhaut (Dermis) sehen kann.
  4. Was kann die Dermatoskopie?
    Die Dermatoskopie kann in der Hand des erfahrenen Untersuchers eine Verbesserung in der Genauigkeit der Diagnose um 75% bewirken. Somit kann die teils unnötige Entfernung von harmlosen aber optisch zunächst auffälligen Muttermalen deutlich reduziert werden.